Zakhar Bron gehört zu den Pädagogen, die ein einzigartiges pädagogisches System geschaffen haben. Die wesentlichen Methoden und die zu lösenden Herausforderungen der Bron`schen Schule sind der schonende und vorsichtige Umgang mit der individuellen Persönlichkeit des Schülers, die zielgerichtete und intensive Entwicklung des künstlerischen Denkens, verbunden mit einem hohen Anspruchsniveau, die Bildung und gründliche Entwicklung des Musikverständnisses des Schülers, eine flexible Repertoireauswahl als Faktor der stetigen Verbesserung, und ein hohes musikalisches Interpretations- und Gestaltungsvermögen.

Ab 1965 studierte Viktor Tretjakov an dem Moskauer Musikkonservatorium, in der Klasse von Prof. Jurij Jankelewitsch, der sein Talent herausragend förderte, denn schon im selben Jahr wurde Tretjakov Sieger des Unionswettbewerbes für Violine und erhielt somit ein Diplom ersten Grades. Ein Jahr später gewann der Geiger den ersten Preis und die damit verbundene Goldmedaille im internationalen Tschaikowski-Wettbewerb, was seinen Ruhm beflügelte. 1968 trat Tretjakow erstmals mit der Berliner Philharmonie auf. Es folgten Konzerte im Rahmen der Berliner und Wiener Festwochen und der Salzburger Festspielen, sowie zahlreiche Konzertreisen in die USA und Kanada, unter anderem gemeinsam mit dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem Atlanta Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Dallas Symphony Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Toronto Symphony Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Außerdem ist er gemeinsam mit weiteren weltbekannten Orchestern aufgetreten, wie den Berliner, Wiener und Münchner Philharmoniker, dem Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, Orchestre de Paris, NHK Symphony Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra und dem Philharmonia Orchestra. Er arbeitete und arbeitet zusammen mit führenden Dirigenten wie Rostropovich, Ormandy, Temirkanov, Jochum, Krips, Gergiev, Fedoseyev, Maazel, Kempe, Yansons, Järvi, Levine, Mehta, Penderecki, Previn, Kondrashin und Pletnev.

1983 wurde Viktor Tretjakov zum Chefdirigenten des Moskauer Kammerorchesters berufen, mit dem er über eine Dekade lang zusammenarbeitete. Von 1986 bis 1994 hatte er den Juroren-Vorsitz im internationalen Tschaikowski-Wettbewerb inne.

Auch als Kammermusikpartner von Svyatoslav Richter, Rostropovich, Oleg Kagan und dem Borodin Quartett hat er sich einen Namen gemacht. Außerdem ist er ein Juror bei zahlreichen Wettbewerben in Brüssel, Hannover, Sendai, Moskau, Helsinki und vielen anderen klassischen Musikwettbewerben. Zu seinen Schülern gehören Ilya Kaler, Sergei Stadler, Evgeny Bushkov, Natalia Likhopoi (Glazunov Quartet), Dmitri Berlinsky, Abel Tomas Realp (Cuarteto Casals) und Roberto Cani (New Hollywood String Quartet). Zusammen mit Yuri Bashmet, Vassily Lobanov und Natalia Gutman gründete er ein Klavierquartett, das regelmäßig in ganz Europa auftritt. 1996 wurde Viktor Tretjakov eine Professur an der Musikhochschule Köln angeboten, die er daraufhin annahm und wo er heute pädagogisch tätig ist. Seine zahlreichen Aufnahmen sind erschienen bei Melodiya, Sony/BMG, Brillant Classics, Live Classics, Yedang Classics, Relief, Olympia, Russian Revelation, Weitblick Records und DVDs bei TDK und Poloarts.

Der in Vilnius/Litauen geborene Cellist und Dirigent David Geringas zählt zur Musiker-Elite der Gegenwart. Ein ungewöhnlich breites Repertoire vom frühesten Barock bis zur zeitgenössischen Musik zeugt von der Flexibilität und Neugierde des Künstlers. Seine intellektuelle Strenge, stilistische Vielseitigkeit, melodisches Sentiment und seine Klangsinnlichkeit haben ihm Auszeichnungen auf der ganzen Welt eingebracht. Der Rostropovich Schüler und Gewinner des 1. Preises und der Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb (1970) kann nunmehr auf eine jahrzehntelange Karriere zurückblicken.

David Geringas musizierte weltweit mit vielen bedeutenden Orchestern und mit den größten Dirigenten unserer Zeit. Seine annähernd 100 CDs umfassende Diskographie bietet zahlreiche Aufnahmen, die mit Schallplattenpreisen hohen Ranges ausgezeichnet wurden, darunter den Grand Prix du Disque für die Aufnahme der 12 Cellokonzerte von Luigi Boccherini, den Diapason d´Or d´Année für Kammermusik von Henri Dutilleux und den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik für seine Einspielung der Cellokonzerte von Hans Pfitzner sowie den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik für die Einspielung der Werke für Cello und Klavier von Alfred Schnittke. David Geringas ist in den Jahren 2013 und 2014 mit dem “Echo Klassik” ausgezeichnet worden. In 2013 erhielt er die Ehrung für die beste Kammermusikeinspielung des 20./21. Jahrhunderts (Braunfels/Strauss, Profil Edition Günter Hänssler) und in 2014 für die beste Kammermusik-Einspielung des 19. Jahrhunderts (“Pohádka”, C2 Hamburg/ES DUR).

David Geringas war Professor an den Musikhochschulen Hamburg (1977 bis 1986), Lübeck (1980 bis 2000) und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin (2000 bis 2009). Er hat viele Jahrzehnte eine weltweit gefeierte Celloklasse geführt, aus der Cellostars wie u.a. Gustav Rivinius, Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt, Monika Leskovar, Tatjana Vassilieva, Jing Zhao, Johannes Moser, Maximilian Hornung und Sol Gabetta hervorgegangen sind. Für sein weltweites Engagement für litauische Musik und ihre Komponisten erhielt David Geringas höchste Auszeichnungen seines Landes. Für seine Gesamtleistungen als Musiker und Botschafter des Kulturstaates Deutschland in der internationalen Musikszene und in der ganzen Welt wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Im Oktober 2011 wurde David Geringas von der „Gunter und Juliane Ribke Stiftung Hamburg“ für seine hervorragenden musikpädagogischen Leistungen ausgezeichnet. David Geringas ist Ehrenprofessor am Moskauer Konservatorium und am Zentralkonservatorium für Musik Peking sowie Ehrendoktor der Musik und Theater Akademie Litauens.

Im Wintersemester 2014/2015 ist David Geringas Gastprofessor an der University of Southern California in Los Angeles und an der Manhattan School of Music in New York.

Prof. Yair Kless gehört zu den international renommiertesten Violinpädagogen seiner Generation. Er begann seine Karriere in seiner Heimat Israel, wo er Mitglied in zahlreichen Kammermusikensembles war. Kless unterrichtete in eigenen Klassen an der Rubin Academy in Israel, der Kunstuniversität Graz und als Gastprofessor am Royal Northern College of Music.

Yair Kless erhielt seinen Hochschulabschluss an der Music Academy in Tel Aviv unter der Leitung von Israel Amidan. Aufgrund einer Empfehlung von Nathan Milstein studierte Yair Kless in Brüssel bei Professor André Gertler am „Conservatoire Royale de Musique“ und an der „Chapelle Musical de la Reine Elisabeth“, wo er mit den höchsten Auszeichnungen in den beiden Fächern Instrumental- und Kammermusik abschloss.

 Seit seiner Jugend bis heute konzertiert Yair Kless regelmäßig in Israel, den USA, Europa, Australien und Südamerika als Solist und Kammermusiker. Sein großes Repertoire schließt alle Perioden der Musikgeschichte ein, vom Barock bis hin zur Moderne, sowie Premieren von Musikstücken, wobei einige eigens für ihn geschrieben oder aber ihm gewidmet sind.

Yair Kless war einer der Gründer und erster Violinist des Sol-La-Re Streichquartetts, das unter anderen die bedeutendsten Werke der israelischen Komponisten aufzeichnete. Er gehörte dem „Israeli Baroque Ensemble“ an, mit welchem er weltweit konzertierte und auch bei den angesehenen Salzburger Festspielen auftrat. Als international anerkannter Violinpädagoge wird Yair Kless regelmäßig zu Meisterkursen eingeladen.

In den Jahren 1989 – 1993 war er Rektor der Rubin Academy der Universität Tel Aviv; das String Department wurde viele Jahre von ihm geleitet. In seinen Meisterklassen, sowohl an diesem Institut, als auch an der Musikhochschule Graz, studieren junge Geigerinnen und Geiger aus aller Welt. Der Kreis seiner Schülerinnen und Schüler umfasst mehrere Preisträger internationaler Violinwettbewerbe.

Yair Kless ist außerdem gefragter Juror zahlreicher Musikwettbewerbe.

Prof. Wilfried Strehle startete seine Laufbahn nach der Ausbildung 1971 gleich bei den Berliner Philharmonikern, deren Solo-Bratscher er von 1984 bis 2013 war. Neben seiner Orchestertätigkeit hat er eine ausgeprägte Leidenschaft für die Kammermusik: Er war Mitbegründer des Brandis Quartetts und musizierte im Philharmonischen Oktett Berlin, bei den Philharmonischen Virtuosen und in der Philharmonischen Camerata. Zurzeit ist er Mitglied bei den Philharmonischen Freunden Wien-Berlin. Das von ihm gegründete Trio-Berlin wurde mit dem europäischen Kammermusikpreis ausgezeichnet.

Prof. Wilfried Strehle lehrte an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker und ist Gastprofessor der Universität der Künste Berlin. Er gibt regelmäßig Meisterklassen an der Sommerakademie Mozarteum in Salzburg, in Osteuropa, Italien, Spanien, an den Universitäten in Tokyo, Seoul, Moskau und Yale (USA).

Der russische Dirigent Mikhail Jurowski wurde mit 24 Jahren Assistent von Gennadi Roshdestwensky beim Großen Sinfonieorchester des Staatlichen Rundfunks und Fernsehens in Moskau. Nach ersten Stationen am Stanislawski-Theater und am Bolschoi-Theater in Moskau war er ab 1978 ständiger Gastdirigent an der Komischen Oper Berlin. 1989 folgte ein Engagement an die Semperoper Dresden.

Seit 1990 lebt er in Deutschland. Von 1998 und 2006 war er ständiger Gastdirigent beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Es folgten Tätigkeiten bei renommierten skandinavischen Orchestern und beim Teatro Colon in Buenos Aires. 1999–2001 war er Chefdirigent der Oper Leipzig. 2006 bis Ende 2008 Chefdirigent des WDR Rundfunkorchester Köln, sowie seit 2003 Erster Gastdirigent des Tonkünstler-Orchester Niederösterreich.

Wie viele Bratscher erlernte Máté Szűcs zunächst das Geigenspiel. Er absolvierte ein Violinstudium bei Ferenc Szecsödi am Konservatorium in Szeged, wechselte 1996 zur Bratsche und wurde Schüler von Ervin Schiffer, der ihm am Königlichen Konservatorium in Brüssel und an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Waterloo unterrichtete. Es folgte von 2000 bis 2005 ein Studium bei Leo de Neve am Königlichen Konservatorium von Antwerpen, das Máté Szűcs mit Auszeichnung abschloss.

2003 begann er seine Laufbahn als Orchestermusiker und Solo-Bratscher. Sie führte ihn vom Flämischen Königlichen Philharmonischen Orchester in Antwerpen über die Bamberger Symphoniker, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das hr-Sinfonieorchester zur Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Solo-Bratscher von 2008 bis 2012) und zu den Berliner Philharmonikern. Máté Szűcs, der zudem europaweit als Solist und Kammermusiker konzertiert, lehrt seit 2006 als Dozent beim Thy Chamber Music Festival in Dänemark.